{"id":761,"date":"2021-04-13T11:37:04","date_gmt":"2021-04-13T09:37:04","guid":{"rendered":"https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/?p=761"},"modified":"2022-12-29T23:44:46","modified_gmt":"2022-12-29T22:44:46","slug":"die-christ-erloeser-kapelle-in-achremowzy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/?p=761","title":{"rendered":"Die Christ-Erl\u00f6ser-Kapelle in Achremowzy"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap\">Der im Naturschutzgebiet Braslawer Seen gelegene Ort Achremowzy bestand urspr\u00fcnglich aus zwei Siedlungen &#8211; dem Dorf selbst, dessen Name auf ein Geschlecht Achremowitsch zur\u00fcckgeht, das im 17. Jahrhundert diese L\u00e4ndereien besa\u00df, und aus dem Landgut Belmont. Dessen Besitzer waren im 19. und 20. Jahrhundert die Grafen Broel-Plater. An der s\u00fcdlichen Ortsgrenze f\u00e4llt sogleich ihre Grabkapelle ins Auge, die 1858 erbaute Christ-Erl\u00f6ser-Kirche (1858).<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"570\" height=\"571\" src=\"https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/03_H_06_2018_18_web.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-762\" srcset=\"https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/03_H_06_2018_18_web.jpg 570w, https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/03_H_06_2018_18_web-300x300.jpg 300w, https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/03_H_06_2018_18_web-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 570px) 100vw, 570px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"> <\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Es handelt sich um ein hervorragend erhaltenes architektonisches Ensemble, das neben dem neugotischen Gotteshaus aus einer Umfriedung im gleichen Baustil besteht, die rechts und links von zwei kleinen Seitenkapellen abgeschlossen wird. Der Grundriss der Kirche ist rechteckig, der Bau wird von einem einfachen Satteldach gegen die Witterung gesch\u00fctzt. Die mehrstufige Fassade mit zentraler Rosette wird an den Seiten von zwei T\u00fcrmen abgeschlossen, auf denen sich durchbrochene Spitzen aus Metall erheben. Auch die Apsis ist von einer Fensterrosette durchbrochen. Auf dem Friedhof dominieren die Gr\u00e4ber r\u00f6misch-katholischer Gl\u00e4ubiger, doch in j\u00fcngerer Zeit wurden hier auch russisch-orthodoxe Christen beerdigt.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"566\" height=\"570\" src=\"https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/08_H_06_2017_18_web.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-763\" srcset=\"https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/08_H_06_2017_18_web.jpg 566w, https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/08_H_06_2017_18_web-298x300.jpg 298w, https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/08_H_06_2017_18_web-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 566px) 100vw, 566px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"> <\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Auf der <em>Karte des westlichen Ru\u00dflands<\/em>, 1917 herausgegeben von der <em>Kartographischen Abteilung der K\u00f6niglich Preu\u00dfischen Landesaufnahme<\/em>, ist das Gotteshaus nicht dargestellt, wohl aber das Landgut Belmont, zu dem die Kirche einst geh\u00f6rte. Die besonders hervorgehobene Bezeichnung dieses Ortes, dessen Geb\u00e4ude zu diesem Zeitpunkt l\u00e4ngst dem Verfall preisgegeben waren, legt Zeugnis dar\u00fcber ab, dass es eines der bedeutendsten G\u00fcter des ganzen Landes war &#8211; mit einem prachtvollen, weitl\u00e4ufigen Geb\u00e4udekomplex, umgeben vom zweitgr\u00f6\u00dften Landschaftspark des heutigen Belarus.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/KdwR-LC_U19_Braslaw_1917_Ausschnitt.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-764\" width=\"531\" height=\"526\" srcset=\"https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/KdwR-LC_U19_Braslaw_1917_Ausschnitt.jpeg 1062w, https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/KdwR-LC_U19_Braslaw_1917_Ausschnitt-300x297.jpeg 300w, https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/KdwR-LC_U19_Braslaw_1917_Ausschnitt-1024x1014.jpeg 1024w, https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/KdwR-LC_U19_Braslaw_1917_Ausschnitt-150x150.jpeg 150w, https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/KdwR-LC_U19_Braslaw_1917_Ausschnitt-768x761.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 531px) 100vw, 531px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"> <\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Mit Recht spricht man selbst heute, da keines der historischen Geb\u00e4ude erhalten ist, von einem Schloss. Es befand sich auf einer zweieinhalb Kilometer langen Halbinsel im Driswjati-See in der Region Braslaw. Im Laufe seiner h\u00f6chst wechselvollen Geschichte hatte es verschiedene Eigent\u00fcmer.<\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst trug das Gut den Namen <em>Olgierdowszczyzna<\/em>, um danach, nachdem es in den Besitz der Achremowitschs \u00fcbergegangen war, mit deren Namen &#8211; <em>Achremowce<\/em> &#8211; versehen zu werden. Ihnen folgte das Adelsgeschlecht Salmanowicz, von dem der Besitz 1748 an Jan August Hylzen (1702-1767) ver\u00e4u\u00dfert wurde. Hylzen entstammte einer polonisierten livl\u00e4ndischen Familie und war mit Konstancja von Broel-Plater verheiratet, die ebenfalls einem livl\u00e4ndischen Adelsgeschlecht angeh\u00f6rte. Hylzen war bereits Eigent\u00fcmer mehrerer livl\u00e4ndischer Besitzungen und erwarb in der Republik Polen neben Achremowce eine Reihe weiterer G\u00fcter und wurde schlie\u00dflich zu einem der verm\u00f6gendsten Magnaten. In Achremowce lie\u00df er eine repr\u00e4sentative Residenz errichten und benannte den Ort in <em>Belmont<\/em> um. Das zweist\u00f6ckige Gutshaus verf\u00fcgte \u00fcber 33 R\u00e4ume &#8211; S\u00e4le, Salons, Wohnzimmer, ein Musikzimmer, ein Kontor und R\u00e4ume zur Unterbringung der Bediensteten. Die Kellerr\u00e4ume dienten als Vorrats- und Wirtschaftsr\u00e4ume. Hylzen lie\u00df einen italienischen Garten anlegen, und in insgesamt sechs G\u00e4steh\u00e4usern konnten Besucher untergebracht werden. Zahlreiche weitere Geb\u00e4ude beherbergten Werkst\u00e4tten, Verwaltungseinrichtungen und Wohnungen f\u00fcr das Personal.<\/p>\n\n\n\n<p>Jan August Hylzen vererbte Belmont und eine Reihe weiterer Besitzungen an seinen \u00e4ltesten Sohn Jozef Jerzy (1736-1786). Bemerkenswert sind die Auflagen, die der Vater mit der Weitergabe des Besitzes an den Nachkommen verf\u00fcgte. In seinem 1783 verf\u00fcgten Testament ordnete er an, <em>die Untertanen von allen meinen G\u00fctern in der Ewigkeit zu befreien und ihnen die Freiheit zu geben, mit allen ihren Besitzt\u00fcmern (\u2026) zu gehen, wohin sie wollen. Regelm\u00e4\u00dfig und auf unbestimmte Zeit ist die H\u00e4lfte der Eink\u00fcnfte aller meiner G\u00fcter f\u00fcr die Unterst\u00fctzung und F\u00f6rderung der Wissenschaft und des Handwerks, f\u00fcr die Ausbildung des armen Adels, f\u00fcr den Unterhalt von Bed\u00fcrftigen, f\u00fcr die Er\u00f6ffnung von Hospit\u00e4lern sowie f\u00fcr die Unterst\u00fctzung von armen Dorfbewohnern, die in Armut oder Elend verharren, zur Seite zu legen<\/em> (zitiert nach: Roman Aftanazy: Dzieje rezydencji na dawnych kresach Rzeczypospolitej. Tom 4, Wroclaw \/ Warszawa \/ Krakow 1993, S. 14). Diese Bestimmungen wurden bezeichnenderweise nicht umgesetzt, was Anfang des 19. Jahrhunderts zu einem langwierigen Rechtsstreit f\u00fchrte.<\/p>\n\n\n\n<p>Da Jozef Jerzy Hylzens einziger Sohn schon im Kindesalter starb, ging Belmont an seinen Neffen, den geistig behinderten Idzi Hylzen (gest. um 1800). Er war der letzte Nachkomme der Familie in Polen, blieb kinderlos und verkaufte zwei Jahre vor seinem Tod das Gut mit allen zugeh\u00f6rigen L\u00e4ndereien an Mikolaj Manuzzi (um 1730-1809).<\/p>\n\n\n\n<p>Manuzzi, ein Abenteurer par excellence, hatte in seiner Heimat Italien und in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, etwa in Spanien und Frankreich, seinen Ruf diskreditiert und war Anfang der 1770-er Jahre in Warschau aufgetaucht. Dank eines zweifelhaften Grafentitels, seiner Kartenspiel-K\u00fcnste, seiner Attraktivit\u00e4t und seiner Wendigkeit auf hauptst\u00e4dtischem Parkett war es ihm gelungen, bis an den Hof des polnischen K\u00f6nigs vorzudringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die so gekn\u00fcpften Verbindungen, einen betr\u00e4chtlichen Wagemut und eine vorteilhafte Heirat mit einer M\u00e4tresse des polnischen K\u00f6nigs gelangte Manuzzi in den Besitz gro\u00dfer L\u00e4ndereien mit Ortschaften und D\u00f6rfern, u.a. Bogino, Opsa und Ice. Als Manuzzi Gut Belmont erwarb, war das von Jozef Hylzen erbaute Gutshaus bereits wieder im Verfall. Manuzzi lie\u00df es instandsetzen, umbauen und erweitern. Auch wirtschaftlich bl\u00fchte der Besitz erneut auf &#8211; dies gelang Manuzzi, indem er die b\u00e4uerliche Leibeigenschaft durch Pachtverh\u00e4ltnisse ersetzte. Die Beweggr\u00fcnde dieser Reformen dienten jedoch fast ausschlie\u00dflich wirtschaftlichen Zielen, und tats\u00e4chlich litten die Bauern fortan unter der Verdoppelung der ihnen von Manuzzi auferlegten Lasten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach Mikolaj Manuzzis Tod ging Gut Belmont an seinen Sohn Stanislaw (1773-1823) und dessen Frau Konstancja von Broel-Plater (1782-1874). Wie sein Vater erwies Stanislaw sich als guter Verwalter und sicherte die fortw\u00e4hrende Bl\u00fcte des Besitzes. Zugleich stiftete und finanzierte er Schulen, Bibliotheken und andere Wohlt\u00e4tigkeitseinrichtungen. Seine G\u00fcter und Besitzungen vererbte er dem j\u00fcngsten Bruder seiner Frau, Ignacy Wilhelm Broel-Plater (1791-1854). Sein j\u00fcngster Sohn, Feliks Witold Broel-Plater (1849-1924) \u00fcbernahm die L\u00e4ndereien und Gut Belmont nach dem Tod seines Vaters. Seine Frau, El\u017cbieta Potocka (1874-1960) war bis 1939 die letzte Besitzerin des Gutes. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Adelsgeschlecht <em>von dem Broel genannt Plater<\/em> geht auf westf\u00e4lischen Uradel zur\u00fcck; das Stammhaus dieses, in Deutschland bereits 1659 erloschenen, in Polen, Litauen und Russland jedoch in mehreren Linien fortexistierenden Rittergeschlechts, war das nahe der deutschen Stadt Unna gelegene Schloss Br\u00f6hl, welches bereits 1388 zerst\u00f6rt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1860 umfasste Gut Belmont eine Fl\u00e4che von 55.000 Hektar, doch der Besitz war hoch verschuldet. Den Broel-Platers fehlten die Mittel, um die Residenz wieder aufzubauen. Bis auf die Kapelle wurden die Ruinen ihrem Schicksal \u00fcberlassen. Feliks Witold Broel-Plater k\u00fcmmerte sich jedoch tatkr\u00e4ftig um die Bewirtschaftung der L\u00e4ndereien. Die auf Moorboden gelegenen W\u00e4lder von Belmont-Boginskoje durchzog er mit Entw\u00e4sserungskan\u00e4len, und es entstand eine ganze Siedlung namens <em>Platerow<\/em>, mit einer Apotheke, einer Ambulanz und drei G\u00e4rtnereien. Auch eine &#8211; vom zaristischen Russland eigentlich verbotene &#8211; polnische Grundschule bestand hier. Da das Schloss unbewohnbar war, bezogen die Broel-Platers eines seiner Nebengeb\u00e4ude. Selbst diese im Vergleich zum Schloss bescheidene Unterkunft hatte sechzig Zimmer unterschiedlicher Gr\u00f6\u00dfe.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"546\" src=\"https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Orda_Belmont_c.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-768\" srcset=\"https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Orda_Belmont_c.jpeg 800w, https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Orda_Belmont_c-300x205.jpeg 300w, https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Orda_Belmont_c-768x524.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Napoleon Orda: Ruinen des Palastes der de Broel Platters, ehemals der Familie Hylzen, mit Erl\u00f6serkapelle. 12. Juni 1876. 19,5 x 28,5 cm. Nationalmuseum Krakau, Inv.-Nr. III-r.a. 4030<\/em><\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Ein Aquarell des Malers Napoleon Orda (1807-1883) aus dem Jahr 1876 vermittelt einen Eindruck von der Gr\u00f6\u00dfe und der Ausdehnung des Komplexes. Auf einem schmalen, aber langen rechteckigen Fundament erhob sich der weitl\u00e4ufige und repr\u00e4sentative Bau. Darunter befanden sich die Gew\u00f6lbe des ersten, von Jan August Hylzen erbauten Gutshauses. Die Fassade war durch drei Risalite gegliedert; der mittlere mit seinen hohen Fenster\u00f6ffnungen war etwas h\u00f6her als der Rest des Palastes. An den rechten Seitenfl\u00fcgel wurde 1818 eine Kapelle angebaut &#8211; tats\u00e4chlich handelte es sich um ein recht ger\u00e4umiges, zweist\u00f6ckiges Gotteshaus, das mehreren hundert Gl\u00e4ubigen Platz bot.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Herrenhaus war mit erlesenen M\u00f6beln und Kunstwerken ausgestattet. Kristall-Leuchter, Gem\u00e4lde mit Portr\u00e4ts der Familie Hylzen, ein reiches Archiv mit Schriftst\u00fccken, die bis ins 16. Jahrhundert datierten, und eine polnisch-franz\u00f6sische Bibliothek von etwa 3000 B\u00e4nden bildeten das Inventar. Das Archiv und die Bibliothek, wertvolle M\u00f6bel und Kunstwerke wurden 1915 vor den heranr\u00fcckenden Deutschen nach St. Petersburg evakuiert, von wo sie nicht zur\u00fcckkehrten. Im selben Jahr brannten alle  verbliebenen Objekte zusammen mit dem Geb\u00e4ude ab. Nach 1920 bauten die Eigent\u00fcmer andernorts ein sehr viel bescheidener ausgestattetes Herrenhaus.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"274\" height=\"491\" src=\"https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Parkplan_Belmonty.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-770\" srcset=\"https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Parkplan_Belmonty.jpeg 274w, https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Parkplan_Belmonty-167x300.jpeg 167w\" sizes=\"auto, (max-width: 274px) 100vw, 274px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"> <\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-small-font-size\"><em>Sbor paumnikau gistorii i kultury Belarusi. Wizebskaja Woblasz \/ Sammlung der Geschichts- und Kulturdenkm\u00e4ler von Belarus. Oblast Witebsk (Swod pamjatnikow istorii i kultury narodow SSSR \/ Sammlung der Geschichts- und Kulturdenkm\u00e4ler der V\u00f6lker der UdSSR) Minsk 1985, S. 140, Abb. 485<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Was bis 1939, wenn auch in halb verwildertem Zustand, \u00fcberlebte, war ein pr\u00e4chtiger, 62 Hektar gro\u00dfer Landschaftspark, dessen oberer Teil vom Palast gekr\u00f6nt war. Der Weg dorthin verlief \u00fcber eine weite, durch perspektivisch angepflanzte Baumgruppen (Ahorn, Linde, Eiche) aufgelockerte Rasenfl\u00e4che. Von dort f\u00fchrte eine kaskadenartig angelegte, lange Treppe \u00fcber mehrere schmale Terrassen hinunter zum unteren Parkteil. Anders als der obere sollte er den Eindruck eines gro\u00dfz\u00fcgigen Landschaftsgartens erwecken. Auf zwei ovale, mit B\u00e4umen bestandene W\u00e4lle folgte ein quer dazu angelegter, rechteckiger Teich von 100 x 20 Metern, der \u00fcber k\u00fcnstliche Wasserl\u00e4ufe mit einem zweiten, schmaleren Teich verbunden war. Auf der so gebildeten dazwischen liegenden Insel befand sich eine Laube, die \u00fcber kleine Br\u00fccken erreicht werden konnte. Insgesamt war der untere Park mit seinen Geb\u00fcschen und Baumgruppen naturn\u00e4her gestaltet als der obere. Ein Netz aus Spazierwegen bot Zerstreuung. Neben Linden, Ahorn, Eschen und Kastanien und anderen einheimischen Baumarten fanden sich im Garten auch europ\u00e4ische und sibirische L\u00e4rchen, Thujen, sibirische Tannen und italienische Pappeln.<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der im Naturschutzgebiet Braslawer Seen gelegene Ort Achremowzy bestand urspr\u00fcnglich aus zwei Siedlungen &#8211; dem Dorf selbst, dessen Name auf ein Geschlecht Achremowitsch zur\u00fcckgeht, das im 17. Jahrhundert diese L\u00e4ndereien besa\u00df, und aus dem Landgut Belmont. Dessen Besitzer waren im 19. und 20. Jahrhundert die Grafen Broel-Plater. 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