{"id":172,"date":"2019-06-01T13:56:34","date_gmt":"2019-06-01T11:56:34","guid":{"rendered":"http:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/?p=172"},"modified":"2021-04-20T11:08:34","modified_gmt":"2021-04-20T09:08:34","slug":"saporoschez-966-und-968","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/?p=172","title":{"rendered":"Saporoschez 966 und 968"},"content":{"rendered":"<p>Die Urspr\u00fcnge der Saporischjaer Automobilbau-Fabrik (ukrain. <em>Saporisky Awtomobilebudiwny Sawod<\/em>, SAS) gehen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zur\u00fcck, als der aus Deutschland eingewanderte J. Koop einen Betrieb zur Herstellung von Landmaschinen gr\u00fcndete. 1960 wurde der erste Personenwagen vorgestellt, der Saporoschez 965, dessen Design stark ans \u00c4u\u00dfere des <a href=\"http:\/\/www.fiat600freunde.de\/\">Fiat 600<\/a> angelehnt war. Der kleine Italiener wurde ab 1955 produziert und war so erfolgreich, dass zahlreiche Lizenzproduktionen aufgelegt wurden, u.a. in Spanien (Seat 600), Jugoslawien (Zastava 750) und Deutschland (NSU Fiat Jagst). In der sowjetischen Variante war ein 0,7 Liter gro\u00dfer Heckmotor verbaut.<\/p>\n<p>Stilistisches Vorbild des Nachfolgers Saporoschez 966\/968 war unverkennbar der seit 1961 gebaute NSU Prinz 4. Anders als bei diesem war im Saporoschez anfangs ein ebenfalls im Heck angeordneter V4-Motor mit 0,9 Litern Hubraum und 27 PS montiert. Er wurde bald durch einen 1,2-Liter-Reihen-Vierzylindermotor ersetzt, den 1972 erneut ein V4-Motor mit 40 PS abl\u00f6ste. Der Wagen wurde au\u00dfer in den Warschauer-Pakt-Staaten auch in Belgien als Jalta 1000 mit einem Motor von Renault verkauft.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-173\" src=\"https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/zappi_gr.jpg\" alt=\"\" width=\"524\" height=\"700\" srcset=\"https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/zappi_gr.jpg 524w, https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/zappi_gr-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 524px) 100vw, 524px\" \/><\/p>\n<p>Schon bei der ersten Baureihe deuteten die gro\u00dfen Lufteinl\u00e4sse eines der Hauptprobleme des Fahrzeugs an: die \u00dcberhitzung der anfangs luftgek\u00fchlten Motoren. Bei in Wei\u00dfrussland und anderen Nachfolgestaaten der Sowjetunion erhaltenen 968-Modellen sieht man mitunter die abenteuerlichsten Eigenkonstruktionen zur Verbesserung der thermischen Belastbarkeit des Aggregats. Neben pausb\u00e4ckigen Luftleitblechen an den hinteren Kotfl\u00fcgeln wurde gern auch unf\u00f6rmige Hutzen \u00fcber die K\u00fchlschlitze der Motorhaube aufgesetzt.<\/p>\n<p>Wegen seines knatternden Motorensounds, seiner Hochbeinigkeit und seines durch die Heckmotor-Bauweise nicht nur im Grenzbereich problematischen Fahrverhaltens wurde der Wagen nie richtig ernstgenommen, die diversen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schiguli_(Automobil)\">Schiguli-Varianten<\/a> etwa (in Westeuropa als Lada Nova bekannt) waren deutlich beliebter. Andererseits erwies sich das ab Werk lieblos verarbeitete Fahrzeug als recht robust und erlangte in l\u00e4ndlichen Gegenden wegen seiner \u201cbeispielhaften Federung und D\u00e4mpfung\u201d eine gewisse Beliebtheit.<\/p>\n<p>(F\u00fcr die Details vergleiche Michael D\u00fcnnebier; Eberhard Kittler: Personenkraftwagen sozialistischer L\u00e4nder. Berlin-O. 1990, 167-171).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Urspr\u00fcnge der Saporischjaer Automobilbau-Fabrik (ukrain. Saporisky Awtomobilebudiwny Sawod, SAS) gehen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zur\u00fcck, als der aus Deutschland eingewanderte J. Koop einen Betrieb zur Herstellung von Landmaschinen gr\u00fcndete. 1960 wurde der erste Personenwagen vorgestellt, der Saporoschez 965, dessen Design stark ans \u00c4u\u00dfere des Fiat 600 angelehnt war. 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