{"id":1125,"date":"2022-06-17T17:14:00","date_gmt":"2022-06-17T15:14:00","guid":{"rendered":"https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/?p=1125"},"modified":"2024-04-16T15:14:29","modified_gmt":"2024-04-16T13:14:29","slug":"die-dorfschule-in-usmjony","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/?p=1125","title":{"rendered":"Die Dorfschule in Usmjony"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-drop-cap\">Der Name des Dorfes Usmjony geht auf das slawische <em>uzmen<\/em> zur\u00fcck, was so viel wie &#8222;Hochebene, Hochland&#8220; bedeutet. In der Tat liegt der Ort auf einem H\u00fcgel oberhalb der westlichen Dwina.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Gemeindeschule wird erstmals 1897 erw\u00e4hnt. Offenbar fanden die Schulstunden im direkt neben der St. Nikolaus-Kirche (erbaut 1882) gelegenen Pfarrhaus statt. Eine weitere schriftliche Quelle zu der Schule stammt aus dem Jahr 1913 und beinhaltet Anweisungen des litauischen Di\u00f6zesanschulrates zur Organisation des Unterrichts.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwischen 1921 und 1939 gab es in Usmjony eine polnische Grundschule.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach einer vor\u00fcbergehenden Unterbrechung w\u00e4hrend der Besetzung durch die Nationalsozialisten wurde der Schulbetrieb 1944 wieder aufgenommen. Zun\u00e4chst als F\u00f6rderschule mit sieben Jahrg\u00e4ngen gef\u00fchrt, war die Schule sp\u00e4ter bis 1988 Grundschule. Heute wird sie als allgemeinbildende Sekundarschule bezeichnet.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"828\" height=\"550\" src=\"https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/DSC7638.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1126\" srcset=\"https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/DSC7638.jpg 828w, https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/DSC7638-300x199.jpg 300w, https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/DSC7638-768x510.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 828px) 100vw, 828px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>In den 1980-er Jahren wurde die Schule saniert und erweitert; vom alten h\u00f6lzernen Pfarrhaus ist heute nichts mehr zu sehen. Das Geb\u00e4ude beherbergt den Klassenzimmertrakt, die Verwaltung und eine Turnhalle. Auch ein kleines Heimatmuseum hat Platz gefunden &#8211; eingerichtet von einer ehemaligen P\u00e4dagogin der Schule, der engagierten Geschichtslehrerin Natalja Tomaschewitsch. Gemeinsam mit ihren Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern plante und vollzog sie den Aufbau der Ausstellung, in der eine steinerne Pfeilspitze und eine Axt aus dem 4. Jahrtausend v. Chr., eine Geldb\u00f6rse aus Silberdraht aus dem 19. Jahrhundert und Dokumente aus dem 19. und 20. Jahrhundert gezeigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Seit dem 17. Jahrhundert war Usmjony im Besitz verschiedener Adelsgeschlechter. An der Wende zwischen dem 18. und 19. Jahrhunderts lie\u00df der letzte Abk\u00f6mmling der Grafen Schtschit auf seinem am gegen\u00fcberliegenden Dwina-Ufer gelegenen Besitz <em>Justinianowo<\/em> ein Herrenhaus, eine Kapelle und eine Kirche bauen. Keines dieser herrschaftlichen Geb\u00e4ude ist erhalten. Einzig die fr\u00fchere, zum Gutshaus f\u00fchrende Allee gibt noch einen vagen Eindruck von der einstigen Sch\u00f6nheit der Anlage.<\/p>\n\n\n\n<p>62 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler besuchten im Schuljahr 2021 \/ 2022 die Schule in Usmjony. Hinzu kam eine Vorschulgruppe mit 13 Kindern. Das Kollegium umfasst 17 Lehrkr\u00e4fte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Name des Dorfes Usmjony geht auf das slawische uzmen zur\u00fcck, was so viel wie &#8222;Hochebene, Hochland&#8220; bedeutet. In der Tat liegt der Ort auf einem H\u00fcgel oberhalb der westlichen Dwina. Eine Gemeindeschule wird erstmals 1897 erw\u00e4hnt. Offenbar fanden die Schulstunden im direkt neben der St. Nikolaus-Kirche (erbaut 1882) gelegenen Pfarrhaus statt. Eine weitere schriftliche &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-1125","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-staedte"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1125","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1125"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1125\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1422,"href":"https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1125\/revisions\/1422"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1125"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1125"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/unter-weissen-fluegeln.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1125"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}